StartPrävention lebt davon, dass Kinder und Eltern mitwirken

Prävention lebt davon, dass Kinder und Eltern mitwirken

24. November 2008 0 Kommentare

Hohes Interesse an Expertendiskussion „Kinder schützen“

Unter der Überschrift „Eintrittskarte Zukunft“ führte die Stadt und Landkreis SPD mit den beiden Landtagsabgeordneten Ulla Groskurt und Claus Peter Poppe die erste von mehreren geplanten Regionalveranstaltungen durch. Diese Veranstaltungen sollen dazu dienen Konzepte auf den Prüfstand zu stellen und neue Vorschläge mit den, in den Bereichen Arbeitenden zu entwickeln, so Ulla Groskurt in ihrer Eröffnung. Für ein umfangreiches Maßnamenpaket, das sie in Stichworten vorstellte, erhoffen wir uns neben ihren Anregungen und Hinweisen natürlich auch eine gesellschaftspolitische Unterstützung.

Besondere Aspekte von Risikofaktoren stellte der Vorsitzende des Kinderschutzbundes Dr. Ludwig Schulze an den Beginn seiner Ausführungen, die er mit Erfahrungen aus seiner beruflichen Arbeit und den Projekten des Kinderschutzbundes untermauerte. „Es ist nicht alles zum Besten bestellt“ so sein wörtliches Fazit. Die mediale Aufnahme dieses Themas, so der Leiter des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie in Osnabrück, Hermann Schwab hat eine erhöhte Aufmerksamkeit auf dieses Thema gelenkt. Er stellte dabei an einigen Beispielen heraus, dass der daraus resultierende Handlungsdruck auch vor der Politik nicht halt macht und mitunter ein gewisser Aktionismus erkennbar sei. Der Eindruck, politisch schnell etwas zu tun zu müssen - in Fachkreisen oft als „Projektitis“ bezeichnet - dürfe allerdings die Basis sozialer Stetigkeit nicht untergraben. Dazu gehöre, die örtlichen Strukturen und Kompetenz der Jugendhilfe im Bereich des Kinderschutzes frühzeitig passgenau einzubinden. Auf dieser Grundlage präventiven Kinderschutz zu entwickeln, so der Fachbereichsleiter, bedeutet auch, einen Zugang zum Familiensystem zu bekommen und Kinder und Eltern für eine vertrauensvolle Mitarbeit zu gewinnen. Anke Hamker, Kriminalkommissarin stelle spezifizierte Fallzahlen der Region vor und warb besonders für die Aufnahme eines dauerhaften Gesprächs- und Informationsangebotes. Als ein besonders erfolgreiches Projekt stelle Iris Riepenhausen in diesem Zusammenhang das Osnabrücker Hebammenprojekt mit seiner strukturellen Vernetzung heraus. Der frühzeitige vertrauensvolle Kontakt, der soziale und gesundheitliche Aspekte einbezieht, hat sich als besonders nachhaltig erwiesen.

Wir sind uns darüber einig, so der Landtagsabgeordnete und Moderator der Veranstaltung Claus Peter Poppe, dass sich die Welt der Kinder nicht ohne gesellschaftliche Umgestaltungen verändern lässt. Allerdings, sei nirgendwo der „Königsweg“ einer Problemlösung in Sicht. Dies mache es um so mehr erforderlich sich sorgfältig, mit allen Hinweisen und Anregungen auseinander zu setzen.



 

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